Was ist Existentialismus und mit welchen philosophischen Strömungen ist er verbunden
„Der Mensch ist nichts anderes, als was er aus sich macht.“ – Jean-Paul Sartre
Was ist der Existentialismus
| „Existenz vor Essenz“ | Der Mensch wird nicht mit einem vorgegebenen Wesen geboren, sondern gestaltet sein Wesen durch Entscheidungen und Handlungen selbst. |
Existentialismus heißt: Es gibt keinen festen Plan – du bist der Autor deines Lebens.
Kernthemen des Existentialismus
| Der Mensch ist radikal frei – aber auch für alles, was er tut, voll verantwortlich. | |
| Konfrontation mit dem Sinnlosen, mit Tod und Unsicherheit ist zentral. | |
| Jeder muss selbst definieren, wer er ist – gegen Normen und Erwartungen. | |
| Der Mensch ist „ins Dasein geworfen“, ohne gefragt worden zu sein. | |
| Leben ist ein ständiger Prozess des Wählens und Gestaltens. |
Existieren bedeutet: sich selbst entwerfen, im Angesicht des Unbekannten.
Bedeutende Vertreter und ihre Beiträge 
| Søren Kierkegaard | Christlicher Existentialismus, Glaube, Angst, „Sprung ins Vertrauen“ |
| Friedrich Nietzsche | „Gott ist tot“, Selbstüberwindung, Kritik an Moral und Religion |
| Martin Heidegger | „Dasein“, Sein-zum-Tode, Geworfenheit, Zeitlichkeit |
| Jean-Paul Sartre | Freiheit, Wahl, Verantwortung, „Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt“ |
| Simone de Beauvoir | Existenz und Geschlechterrollen, „Man wird nicht als Frau geboren...“ |
| Albert Camus | Das Absurde, Revolte, „Der Mythos des Sisyphos“ |
Ob gläubig oder atheistisch – alle existenzialistischen Denker:innen teilen die Idee, dass der Mensch sein Schicksal selbst gestalten muss.
Verbindungen zu anderen philosophischen Strömungen
Phänomenologie
– Vor allem durch Edmund Husserl und Martin Heidegger beeinflusst.
– Der Existentialismus übernimmt die Methode der Erlebnisbeschreibung aus erster Person-Perspektive.
Nihilismus
– Wie Nietzsche stellt der Existentialismus traditionelle Werte infrage.
– Anders als der reine Nihilismus schlägt er aber Selbstgestaltung statt Resignation vor.
Humanismus
– Besonders bei Sartre: Existenzialismus als atheistischer Humanismus, der den Menschen zur Quelle aller Werte macht.
Fazit: Existentialismus – Eine Philosophie der radikalen Freiheit 
Der Existentialismus ist keine Systemphilosophie, sondern eine Lebenshaltung.
Er fordert:
„Du bist nicht nur verantwortlich für das, was du tust – sondern auch für das, was du nicht tust.“
Wenn alles möglich ist – wer bist du dann wirklich
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